Malerei

„Zu jeder Kunst gehören zwei: einer, der sie macht und einer, der sie braucht“. Ernst Barlach

Meine Liebe zur Acrylmalerei drücke ich in zahlreichen gegenständlichen Reisebildern aus. Besonders die Architekturmalerei mit ihren charakteristischen Kirchen, Burgen, ihren einmaligen Gassen, verlangt von mir als Künstlerin sowohl eine geschulte Beobachtungsgabe, als auch die Fähigkeit dem Bildgeschehen etwas Einmaliges zu verleihen. Der Kunstliebhaber soll das Charakterhafte in meiner Acrylmalerei erkennen.

So gehört es zu meinem Kunststil ein Motiv auf die wichtigsten geometrischen Formen zu reduzieren, ohne in die Abstraktion abzugleiten. Der Erkennungswert soll jedoch gesichert bleiben. Aufgrund der Verlängerung von Fluchtlinien und perspektivischen Linien entstehen Verschmelzungen und Verbindungen, die aus dem Gemälde ein Kunstwerk der besonderen Art entstehen lassen.

Die Verbindung von Architektur und Geometrie lässt eine geometrische Strenge und Sachlichkeit entstehen.

Mein Ziel ist es, den Kunstliebhaber zum Hinschauen anzuregen, ihn aufmerksam zu machen und seine Kreativität zu wecken.

Während meiner Studienreisen beschäftige ich mich intensiv mit der historischen Baukunst. So werden charakteristische Formen, Proportionen und Details eindrucksvoll rekonstruiert. Mit einigen Details gehe ich freizügig um und ordne sie der künstlerischen Gesamtwirkung unter. Dieser Gesamtwirkung dienen ebenfalls die graphischen Elemente, die ich in die Acrylbilder einbringe. Sie beleben die Szene, wie auch die Statik und überlassen dem Betrachter die Deutung.

Aber: Gäbe es ein ideales Motiv und eine ideale Komposition, würde nicht diese Vielfalt an Audrucksmöglichkeiten existieren.

Im Zentrum meiner Acrylgemälde steht die Architektur oder die Landschaft, häufig gut bekannte Reiseziele, wie Salzburg, Dresden, Hamburg, Venedig. Diese altbekannten Reisebilder forme ich so um, dass der Betrachter das Bildmotiv neu erleben kann. Um die Wirkung der Landschaft oder des Stadtmotivs zu erhöhen, setze ich ganz bewusst informelle, abstrakte oder farbliche Stilmittel ein.

Kunst, wenn wir sie aktiv wahrnehmen, führt zu innerer Ruhe, zur Entfaltung der Phantasie und schließlich zu einer neuen Wahrnehmung. Sie verbindet Körper, Geist und Seele auf dem Weg zu einem harmonischen Ganzen.

Kunstwerke sind Werte, in die es sich lohnt zu investieren – als Mensch, als Konsument, als Sammler, als „Suchender“, einfach immer. Ihr materieller Wert kann überdurchschnittliche Rendite bringen, ihr immaterieller Wert ist um so größer, je echter das Bemühen des Künstlers es ist, etwas in bestmöglicher Weise aus seinem Innersten zu erschaffen.

Kunst erfüllt in jedem Fall als Brücke auch ein oft missverstandenes, urmenschliches Bedürfnis nach Glück, Liebe und Zufriedenheit.

Daher ist es in der Malerei wichtig, ein gesundes künstlerisches Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Das bedeutet: den einmal eingeschlagenen Weg verfolgen und sich nicht davon abbringen zu lassen – der eigenen inneren Stimme sollte man mehr vertrauen, als sich fremden Einlüssen auszusetzen.