Vita

SELBSTDARSTELLUNG

Ist der letzte Pinselstrich gesetzt, kommt es mir vor, als seien Kinder erwachsen geworden, fertig erzogen, für gut befunden und fähig um auszuziehen, das Leben zu erkunden – sich in Ausstellungen zu produzieren, sich mit anderen zu messen. Sie sind Produkte jahrelanger Überlegungen des Ausprobierens, Versuchens, Betrachtens – der Kritik des Lobes, sie erzeugten Unsicherheiten, Zweifel und Hoffnungen. Jetzt wollen sie in die Welt ziehen, an fremden Orten Diskussionen entfachen, unterschiedliche Meinungen ertragen lernen und doch mit ihrem Selbstbewusstsein um ihre Schönheit zu wissen.

Denn das ist ihr Ziel, Schönheit in sich vereinen, Gefallen finden, Spannung aufbauen, zum Hinkucken gewinnen.

Jedes dieser Werke wurde aus einer Stimmung oder Intuition geboren und vereint mit Harmonie konnte aus dem Werk ein Kunstwerk entstehen. Das gelingt nicht immer. Manchmal entsteht die Fertigstellung erst viel später, wenn Abstand gefunden wurde und die Stimmung sich erneut eingestellt hat. Dann aber ist nur ein kurzer Augenblick nötig und das Kunstwerk erhält die letzten erforderlichen Höhepunkte.

Ein unbekannter Künstler drückte das so aus: „Der künstlerische Arbeitsprozess ist wie eine Verwandlung, wobei das Ich sich wie ein Beobachter fühlt und das Werk sein Zeuge zu sein scheint.“